
Die Gärten im Teufelsmoor überraschen mit ihrer großen Vielfalt. Eine Fülle kreativer Ideen und nicht zu vermutender Pflanzen laden zur Entdeckungsreise ein.
Die Gartenplanerin und Freie Fotografin Maike de Boer nimmt die Leser mit auf eine bunte Reise, um die verschiedenen Jahreszeiten zu erleben. Im Winter kann der Garten das Herz ebenso hoch schlagen lassen wie die Rosenblüte im Sommer.
Stimmungsvolle Bilder lassen den Leser eintauchen in die Privatsphäre der grünen Oasen. Zudem werden die Gartenbesitzer vorgestellt, die von ihrem ganz persönlichen Verhältnis zum Garten, ihrer Gartenleidenschaft und ihren Erfahrungen erzählen. Sie geben Insidertipps und verraten auch so manches schmackhafte Rezept.
So spiegelt das Buch die Liebe zur Natur, die Schaffenskraft der Gartenbesitzer und die kulturelle Bedeutung dieser Gärten wieder.
ISBN 978-3-941092-70-9
Ab sofort ist im hiesigen Buchhandel das Buch „Gärten im Teufelsmoor“ zu erhalten. Am Mittwochabend stellte die Autorin und Kreisstädterin Maike de Boer ihr Werk vor.
Osterholz-Scharmbeck. Ein wohltuendes Kontrastprogramm zum regnerisch-stürmischen Mittwochabend bot vergangene Woche die Buchpräsentation „Gärten im Teufelsmoor“. Mittels einer Lichtbild-Präsentation stellte die Autorin Maike de Boer ihr Buch auf der Panorama-Ebene der Hauptstelle der Kreisparkasse Osterholz vor. Und eben das Grün und die bunten Farben der Gärten ließen das ungemütliche Wetter draußen vergessen. Dazu erzählte Maike de Boer Details zu den verschiedenen Gärten, eröffnete neue Sichtweisen und wusste Ungewöhnliches zu berichten. „Wachsen hier überhaupt Rosen?“, habe sie sich 2003 gefragt.
Da kam die Diplomingenieurin und Gartenplanerin in die Kreisstadt. „Ja, hier wachsen Rosen. Ich habe Rosenpracht gesehen in jeder erdenklichen Form.“ Und im Teufelsmoor wachse sogar Wein, nicht einmal die Vögel rührten diesen „köstlichen“ Wein an. 2006 rief sie die Aktion „Offene Pforte – Gärten im Kulturland Teufelsmoor“ ins Leben. Zeitgleich begann sie auch als Fotografin zu arbeiten. So enstanden Beziehungen zu Gartenbesitzern. Und brachte sie auf die Idee, 23 verschiedene Gärten per Buch zu dokumentieren.

FOTO: Im Anschluss an die Präsentation ihres Buches „Gärten im Teufelsmoor“ musste Maike de Boer viele Exemplare signieren.
„Diese Gärten lohnen sich aufgezeigt zu werden. Das Buch ist ein tolles Werk geworden“, lobte Verleger Bernd Oeljeschläger vom Verlag Culturcom das Werk. Unterstützt bei der Gestaltung des Buches wurde Maike de Boer von der Grafikerin Anette Gilke.
Das Buch enthält Bilder aus allen Jahreszeiten. Der September böte eine besonders schöne Stimmung. Dabei hob die Autorin hervor: „Gräser haben es mir angetan. Sie bringen Leichtigkeit in die Gärten. Es fasziniert mich, sie zu fotografieren.“ Gräser seien auch im Winter attraktiv. Oder es gab anhand der Fotos Tipps: „Das sind Alma und Onno, zwei Laufenten, die vertilgen Schnecken im Garten.“ Auch wußte Maike de Boer, wie Gartenpflege Menschen verändern kann. Bei ihren Recherchen machte sie Bekanntschaft mit einer Frau, die habe ihr gesagt, in ihrem Garten wolle sie gerne Blumen pflücken, sich aber nicht Hände schmutzig machen. „Heute ist ihre Lieblingstätig Unkraut jäten.“
Für ihre Recherchen hatte die Autorin auch eine Fragebogen für die Gartenbesitzer entwickelt. Damit wurden sie befragt, wann die Gartenleidenschaft begonnen habe, welche Erfahrungen sie gesammelt hätten, welches ihre Lieblingspflanzen seien und mehr. Von Gartenbesitzerin Anne Vögeding gab es zum Abschluss des Vortrags Blumen und Worte des Dankes.“ Sie hat die Gärten so toleriert, wie sie sind, denn sie sind Ausdruck der Persönlichkeit“, sagte sie über Maike de Boer.
Hamme Report, Dezember 2011 (von Friedrich-W. Armbrust)
Foto: Armbrust