Die Idee der „Offenen Gartenpforte“ stammt aus England, wo erstmalig 1927 private Gartenbesitzer ihre Gärten öffneten, um sie der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen.
In Deutschland gibt es die offene Pforte seit 1989. Ihren Anfang nahm sie in Hannover. Seitdem erfreut sich die offene Pforte sowohl regional als auch überregional immer größerer Beliebtheit.
Im Landkreis Osterholz habe ich 2006 die »Offene Pforte Gärten im Kulturland Teufelsmoor« ins Leben gerufen. Ich möchte damit mehr Menschen für das Thema „Gärten“ sensibilisieren und zur Förderung der regionalen Gartenkultur beitragen.
Preisverleihung für die »Offene Pforte im Kulturland Teufelsmoor« im Rahmen des Ideenwettbewerbs zur Osterholzer Regionalmarketing-Kampagne.
Die Broschüre wird jährlich neu aufgelegt und ist bei mir erhältlich. Das Projekt ist auf einen freiwilligen Unkostenbeitrag von 2 Euro pro Erwachsener und Gartenbesuch angewiesen. Spendendosen finden Sie in jedem Garten. Interessierte Gartenfreunde
aus dieser Region sind als zukünftige Teilnehmer herzlich willkommen.
Broschüre "Offene Pforte 2010" zum download
LANDKREIS. Vielen Gartenfreunden ist das Projekt „Die Offene Pforte – Gärten im Kulturland Teufelsmoor“ schon seit Beginn 2006 bekannt. „Und für einige auch gar nicht mehr wegzudenken“, schmunzelt Projekt-Initiatorin Maike de Boer. Die selbstständige freie Gartenplanerin und freie Fotografin hat die Idee, die vor rund 80 Jahren in England geboren wurde, aus Hannover in unsere Region gebracht. Dort startete bereits 1990 die Aktion „Die offene Gartenpforte“.
In diesem Jahr öffnen 25 Gärten im gesamten Landkreis ihre Gartenpforten für interessierte Besucher. Die Größe der Gärten reicht von 150 bis 30.000 Quadratmetern. Zwei Gärten öffnen ihre Pforten sogar in den Abendstunden und bezaubern mit professioneller Gartenlichtinstallation.
FOTO: Der Frühling ist sichtbar da. Ruth Kruse (links) freut sich mit Maike de Boer und Karsten Schöpfer auf „Die Offene Pforte“ (sr).
Ruth Kruse aus Ritterhude gewährte schon mal einen kleinen Einblick in ihren naturnahen Schattengarten. Noch ist sie kräftig am Aufräumen. Einzig die bunten Krokusse haben schon ihre Köpfe gehoben und sorgen für kleine Farbtupfer. „Viele Besucher haben schon durch meine Gartengestaltung Anregungen bekommen, und auch ich habe immer wieder Aha-Erlebnisse“, erzählt sie aus den Vorjahren. Viele Gartenfreunde fänden in den zu besichtigenden Gärten Ideen, die sie dann in ihrem eigenen Garten umsetzten, weiß auch de Boer.
„Zwei, nein eigentlich drei Gärten sind in diesem Jahr erstmalig dabei“, berichtet die Initiatorin. Ein Garten befindet sich in Schwanewede-Leuchtenburg und ein anderer in Grasberg-Rautendorf. „Ein ganz großer Garten in Worpswede war eigentlich schon 2009 dabei, sollte aber nur nach telefonischer Anmeldung zu besichtigen sein.“ Da sich aber nur ganz wenige Besucher gemeldet hätten, hätte dieser Garten nun einen ganzen Tag geöffnet.
Die genauen Öffnungstage der Gärten und ihre genaue Lage ist einer kleinen handlichen Broschüre zu entnehmen. 6000 Stück sind in Druck gegeben worden, erklärt Karsten Schöpfer von der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser, die als Förderer der „Offenen Pforte“ fungiert. In der Touristikagentur, den Rathäusern sowie in diversen Geschäften ist die Broschüre zu finden. Start der Aktion ist am 8. Mai, letzter Gartenbesuchstag ist der 31. Oktober. „Viele Gärten können aber auch ganzjährig besucht werden“, so de Boer. Ein Garten könne das ganze Jahr über schön sein. „Und die Gestaltung eines Gartens zeigt sich am besten im Winter.“ Für die Besichtigung der Gärten wird um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von zwei Euro pro Person gebeten. „Das Geld wird für die Erstellung der Broschüre und die Druckkosten benötigt“, wirbt Maike de Boer um Verständnis. Über neue Gärten für das Jahr 2011 würde sie sich sehr freuen. Das Spektrum der offenen Gärten sei weit. Vom Hausgarten über den Waldgarten, den Künstlergarten, den Baumgarten bis zum erlebnisreichen Schulgarten ist jede Gestaltungsform vertreten.
Osterholzer Anzeiger, April 2010 (von Susanne Roth)
FOTO: Susanne Roth
LANDKREIS. Gartenfreunde kommen auch in diesem Jahr im Landkreis Osterholz auf ihre Kosten. Bei der mittlerweile vierten Auflage der Aktion „Die offene Pforte“ können von April bis Oktober 28 grüne Refugien besichtigt werden. Darunter sind vier Gärten, deren Besitzer die Pforte erstmals für die Öffentlichkeit öffnen, kündigt die Organisatorin Maike de Boer aus Osterholz-Scharmbeck an.
Einen ersten Eindruck von den Gärten können Interessierte bereits anhand der 44 Seiten umfassenden Broschüre zur Aktion bekommen, die in vielen Geschäften und in den Rathäusern der Region ausliegt. Die freischaffende Gartenplanerin und Fotografin Maike de Boer hat dafür fast alle Gärten fotografiert. Der mit 150 Quadratmetern kleinste teilnehmende Garten gehört der Initiatorin selbst – es handelt sich um einen Reihenhausgarten. Der größte präsentierte Garten umfasst eine Fläche von rund 3,4 Hektar.

Auch in diesem Jahr ist die Vielfalt der grünen Oasen groß – zu erleben gibt es zum Beispiel einen Waldgarten, einen Schulgarten sowie einen Wasser- und Rosengarten, eine Anlage mit Baumraritäten und sogar einen „literarischen Garten“. Letzterer ist einer von zwei Refugien, die nicht im Kreis liegen, sondern in Bremen.
FOTO: Offene-Pforte-Initiatorin Maike de Boer und Karsten Schöpfer von der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser.
Mit der „offenen Pforte“ hat Maike de Boer eine Idee aufgegriffen, die ursprünglich aus Großbritannien stammt und die sie während ihrer Tätigkeit als Diplom-Ingenieurin in einem Planungsbüro in Hannover kennenlernte: 1990 fand in der Landeshauptstadt erstmals die Aktion „Die offene Gartenpforte“ statt.
Maike de Boer freut sich, dass sich auch im Landkreis Osterholz so viele Menschen von Gärten inspirieren lassen. Jedes Jahr seien es mehr Besucher gewesen, berichtet sie.
Zum Auftakt der Aktion in 2009 ist am 25. und 26. April der „literarische Garten“ in Bremen geöffnet. Den Abschluss bildet am 18. Oktober der Diedrichshof in Worpswede. Dann ist auch noch einmal Maike de Boers Garten mit einer professionellen Lichtinstallation geöffnet. In den Monaten Mai, Juni, Juli, August und September sind an einigen Tagen bis zu sieben Gärten parallel geöffnet, an anderen Tagen kann nur ein Garten besichtigt werden.
Die vorletzte Seite in der Broschüre gibt genaue Auskunft, welcher Garten wann offen ist. Die Broschüre gibt es übrigens kostenlos – für deren Finanzierung werden die Besucher aber um eine Spende von zwei Euro gebeten.
„Die offene Pforte“ ist längst ein Pfund, mit dem auch die Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser wuchert – zum Beispiel auf der Messe „Publica“, mit einer „Roadshow“ im Mai und auf einer Gartenmesse in Bad Bentheim.
Besucher kommen aus einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern, betont TWU-Geschäftsführer Karsten Schöpfer.
OHZ live, April 2009 (von Michael Rabba)
FOTO: Michael Rabba
LANDKREIS. Bei Maike de Boer hat das Telefon schon Sturm geklingelt. „Ist die Broschüre da?“ Die Neuauflage der Garten-Aktion „Offene Porte“ wird offenbar mit Ungeduld erwartet. Bei der Premiere im vergangenen Jahr öffneten 28 Gartenbesitzer im Landkreis und im angrenzenden Hoope die Pforten zu ihren blühenden Landschaften. Fünf davon nehmen diesmal eine einjährige Auszeit. Weil aber gleich 15 neue Anbieter dafür einsprangen, sind nun sogar 38 Gärten bis Oktober zu erkunden.
Als die Gartenplanerin und freie Fotografin Maike de Boer im vergangenen Jahr die Idee der „Offenen Pforte“ ins Rollen brachte, ahnte wohl kaum einer, dass die Resonanz so groß sein würde. Weit über 1000 Menschen nahmen das Angebot an, viele Gartenbesitzer erweiterten die Aktion von sich aus, boten Kaffee, Kuchen und Bowle an. Noch während der ersten Aktion meldeten sich Gartenbesitzer für das Folgeprojekt. Und so konnte Maike de Boer auch in die neue Wegweiser-Broschüre wieder eine bunte Vielfalt an Gärten aufnehmen.
Die Palette reicht vom alten Hofgarten bis zu asiatisch gestalteten Räumen, vom Schulgarten bis zum Skulpturenpark, vom Waldbis zum Wassergarten, von der Reihenhaus-Terrasse bis zum Garten in Hanglage. Bei Lieselotte Köster in Lesumstotel spielt am 3. Juni zwischen 15 und 17 Uhr sogar der Instrumentalkreis des Gymnasiums auf. Gerda Zeisberger zeigt in ihrem Garten in Ihlpohl auch selbstgemalte Bilder. Ebenso macht es Angelika Westenberger in Axstedt. Etta Ronstadt öffnet nicht nur ihren Schattengarten in Wulsbüttel, sondern bietet gegen eine Spende für den Tierschutz auch kalte Getränke an. In Hambergen wird die „Offene Pforte“ mit der Kunstaktion „CreARTour“ verknüpft.
Erstmals sind auch Gärten in Schwanewede dabei. Der dortige Touristikverein beteiligte sich gemeinsam mit Klosterholz-Tombola, Garten-Center Ziegeler und dem Landkreis Osterholz am Zustandekommen der neuen Broschüre, die mit ihrem Westentaschen-Format auch bei Fahrradausflügen gut ins Gepäck passt. Als touristische Attraktion hat Holger Lebedinzew von der Stabsstelle für Kreisentwicklung des Landkreises die „Offene Pforte“ für die nächsten Jahre sowieso schon auf der Liste. Bereits jetzt haben sich bei Maike de Boer Interessierte aus Süddeutschland gemeldet, die gewillt sind, für schöne Gärten auch mal eine Reise in den Norden zu unternehmen. Eine ausbaufähige Sparte, findet Lebedinzew.
Die Broschüre „Offene Pforte 2007“ ist für die Schutzgebühr von einem Euro ab sofort an folgenden Orten erhältlich: in Osterholz- Scharmbeck bei Maike de Boer (Telefon 04791/89 8479), Garten-Center Ziegeler, Stadtmarketing, I-Tüpfelchen, Neue Buchhandlung, Buchhandlung Schatulle sowie im Café St. Marien. In Ritterhude gibt es das Heft im Veranstaltungszentrum und im Bürgerbüro, in Hambergen bei der Gemeindeverwaltung. In Axstedt liegt es in der „Girlande“ aus, in Garlstedt bei Jasmin Dürkop, in Schwanewede bei der Baumschule Lühmann, in Worpswede im Buchladen Findorffstraße 17, in Grasberg bei der Gemeinde und imWerkstübchen und in Lilienthal bei der Gästeinformation Klosterstraße und bei Alexandra von Brill (Seebergen).
Osterholzer Kreisblatt, 07.04.2007 (Gaby Wolf)
WORPSWEDE. Ein sommerliches Flair herrscht in der Großen Kunstschau. Mit Werken aus fünf Künstlerkolonien präsentiert die Kulturstiftung eine Vielfalt von Gartenbildern. Nicht der kunsthistorische Ansatz, sondern die Betrachtung der Gartengestaltung war jetzt Inhalt einer Führung mit der Gartenarchitektin Maike de Boer, die großes Interesse fand.
Die Komposition der Farben, die Anlage eines Gartens unter Berücksichtigung der Proportionen von Pflanzen standen im Blickpunkt dieser Führung, in der man so auch Tipps für die eigene Gartengestaltung erhielt. So wies Maike de Boer auf eine ausgewogene Bepflanzung in dem Garten von Karl Francis Banzer hin, der in seinem Bild einen Garten mit Dahlien, Sonnenblumen und Gräsern in den Farben Rot, Gelb, Rosa und Weiß zeigt. Von nicht ganz ausgewogenen Proportionen sprach sie bei der Betrachtung des Schlossgartens von Willingshausen. Hier entspricht zwar der hochgewachsene Ahorn der Größe des Schlosses, doch erscheint das Buschwerk im Verhältnis zu niedrig.
Eine klare Komposition zeigt der Garten des Malers Carl-Emil Uphoff, der sich aus Sicht der Architektin nicht nur als guter Maler, sondern auch als geschickter Gartengestalter erweist. Er legt seinen Garten geometrisch mit streng geschnittenen Hecken sowie Fliederbüschen und Zypressen an. Dabei entstehen einzelne Räume, während der Weg auf ein Rondell zuführt. Dass der Blick auf einen solchen gestalterischen Punkt am Ende eines Weges gelenkt wird, sei ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung, so Maike de Boer. In einem weiteren Bild erweist sich Uphoff einmal mehr als guter Gartengestalter, wenn er ein Staudenbeet vor einem Fachwerk anlegt. Dabei nimmt er mit hohen Pflanzen wie Rittersporn und Lupinen die senkrechten Linien des Fachwerks auf.
Wichtig bei der Gartengestaltung ist eine hohe Dichte der Pflanzen. Es darf nicht zu viel Erde offen liegen, wie in dem Gemälde von Lisel Oppel, die eine Komposition aus Goldlack, Vergissmeinnicht und Gänseblumen gemalt hat.
Was die farbliche Gestaltung eines Gartens anbelangt, so wies die Fachfrau darauf hin, dass man mit der Farbe Rot sehr sparsam umgehen solle. Durch ihre große Leuchtkraft akzentuiert sie wohl gesetzt jedes Staudenbeet. Von der Form her waren es ehemals die so genannten Tortenbeete – runde Beete mit einer Vielfalt von Sommerblumen – die modern waren. Von jeher übten die Obstbäume einen besonderen Zauber aus. Obstgärten verzaubern und spiegeln die Stimmung des Paradieses wieder, so de Boer, die in diesem Zusammenhang auf eine Gemälde von Fritz Overbeck hinwies.
Dass Maler in ihre Gartenkompositionen nicht immer den Gesetzen der Natur folgen, offenbarte die Fachfrau in dem „Sommerabend“ von Heinrich Vogeler, der dort den Rhododendron zur gleichen Zeit wie die Rosen blühen lässt.
Einen Garten, der nicht der Schönheit und Freude, sondern der dringenden Versorgung dient, zeigt Hans-Emil Oberländer aus Ahrenshoop. Mitten in einem Wald haben Menschen während des Krieges Gemüse angepflanzt, um sich zu ernähren.
In Gartenbildern von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn befindet sich häufig eine Glaskugel, in der sich der Garten noch einmal spiegelt. Sie erinnern an unsere heutigen Rosenkugeln, die, so konnte man erfahren, eine lange Tradition haben. Bereits zur Zeit des Biedermeier stellte man sie zwischen Blumen und Kräutern auf.
Weitere „Gartenführungen“ durch die Ausstellung bietet Maike de Boer am Sonntag, 6. August, und am Sonnabend, 19. August, jeweils um 15 Uhr an.
Wümme Zeitung 27.007.2006 (Donata Holz)